Theresa Rath

Autorin

Mein Richter

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Egal, wo auf der Erde ich bin,
ich bin gefangen.
Egal, ob ich renne, ob ich fliehe,
ob ich auf Gipfeln stehe
oder auf den Grund des Meeres sehe,
ich bin nicht frei.

Egal, wie weit fort von dir ich gehe,
du erreichst mich
und sprichst dein Mantra der Schuld.
Egal, was ich tue,
deine Stimme flüstert in mir,
verurteilt mich und nimmt mir
die Freude an den Dingen.

Deine Strafe für mich ist
die schlimmste und klügste,
denn du brauchst mich nicht bewachen,
du brauchst mich nicht gefangen nehmen,
du brauchst keine Gitter, keine Ketten,
denn du bist in mir und kein Exil kann mich retten.

Egal, wohin ich gehe, du bist schon da
und brichst deinen Stab über mir.
Du wartest auf mich in den Nischen meiner Träume,
am Rande meines Schlafes,
in einsamen Stunden, im Rachen meiner Angst,
wartest du und findest mich immer
und richtest und richtest und richtest.

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